Übersicht:

1. Aktuelle und Dauer-Themen

2. frühere Artikel von mir/uns

 

R  E  P  L  I  K      auf div Themen

1. Aktuelle und Dauer-Themen punkto Gesundheit und            Un-/Vernunft

Übersicht:

> Die Grundversorgung wieder attraktiv machen

> Gesundheit und Kosten im Griff haben

> Medikamentenpreise in der Schweiz

          

Die Grundversorgung wieder attraktiv machen - eine Lanze brechen für sie !

            Fakt:

            - es hat immer weniger Grundverorger

            - dafür immer mehr Spezialärzhte

            - die Menschen beanspruchen immer mehr Medizin

            - die Medizin wird immer teurer.

            - Was tun Sie in dieser Situation?         

 

Kommentar:

  das Gute an der Grundversorgung:

> Der Grundversorger versteht von Vielem etwas, erarbeitet sich mit den Jahren ein

  sehr nützliches, verlässliches medizinisches intuitives Bauchgefühl ("Bauchhirn")

  über ein riesengrosses Gebiet hinweg

  (Der Spezialist versteht von immer weniger immer mehr .. bis er von von nichts alles

  versteht .. sorry, habe ich mal von einer Fortbildung mitgenommen)

> Der Grundversorger kanalisiert Ihre medizinischen wesentlichen Leiden, die

  gefährlich werden können, wenn sie unerkannt bleiben, explodieren oder implodieren

  u zu Gross-Schäden führen können

> So managt er als Allrounder den Hauptharst Ihrer wesentlichen (vor allem

  körperlichen) Probleme

> Er ist der am kostengünstigsten arbeitende Arzt ! (vergleiche Krankenhaus etc).

  Soweit so gut.

 

  das Unattraktive, Grundvesorger zu werden:

    > die Ausbildung zum Grundversorger ist anstrengend/er:

zB jedes Jahr ein neues Fach, eine neue Umgebung beruflich u evt privat, ein neues Krankengut, immer wieder der nichtswissende Neuling sein: das braucht Sonder-Anstrengung u sehr breite Schultern.

    > eine Grundversorgerpraxis zu führen ist energiezehrend/er:

dauernd "alles" im Auge behalten (Patienten, Probleme, Material, Medis, Nach-

verfoglungs-Aufhänger erstellen), dauernd Unterbrüche (Labor, Notfälle, Fragen von Assistentinnen, Spezial-Ärzten etc), den Überblick über mehrere Assistentinnen in verschiedenen Tätigkeiten behalten

    > eine Grundversorgerpraxis ist teurer im Betrieb

(Vorbemerkungdas sehen die Spezialisten anders, wenn Sie sie fragen: der Ultraschall  und das Endoskop kosten "so viel" - als Spezialist kann ich das Gerät aber täglich einsetzen und amortisieren)

- es braucht mehr Personal (das ist in jedem Betrieb der teuerste Kosten"faktor").

- der Grundversorger braucht seine Geräte nicht bei jedem Patienten, aber er muss

  die Geräte haben

- es bleibt weniger für den Grundversorger als Unternehmer unter dem Strich:

  beim Grundversorger bleiben maximal 25 von 100 erarbeiteten Franken, beim

  Spezialarzt bleiben maximal 35 von 100 erarbeiteten Franken (das ist eine alte

  Treuhänder-Binsenwahrheit, die früher höheren Grundversorger-Einkommen sind

  heute die Ausnahme)

    > Der Tagesablauf ist für den Grundversorger abnützender:

- Der Grundversorger hat meist mehrere Prozesse bei verschiedenen Patienten

  gleichzeitig laufen

- Der Grundversorger hat zeitlich oft ein grösseres u breiteres Engagament (Dauer-

  Kontakt mit dem Patienten mit vielen oft ermüdenden Kleinigkeiten) bei meist

  deutlich längerer Arbeitszeit, er verschleisst sich dabei doppelt schnell, ob er will

  oder nicht

> die Wertschätzung des Grundversorges in der Öffentlichkeit ist meist geringer:

- der Grundversorger kann keine Professur erlangen, er ist "nur" Frontarbeiter.

- er wird von gewissen Patienten herablassend als Handlanger für den so 

  guten Spezialarzt angesehen (zunehmend mehr Spezialärzte respektieren

  interessanterweise das Wissens- und Könnens-Management des Grundversorgers).

 

Diese obige Beleuchung soll lediglich aufzeigen, dass

die jungen angehenden Mediziner für sich daraus wie folgt

bilanzieren:

wieso soll ich mehr arbeiten und weniger verdienen ?

deshalb werde ich lieber / schlauer Spezialarzt.

somit haben wir immer weniger Grundversorger

 

Folgen dieser Entgleisung:

- Sie werden selber Mediziner, nehmen die entsprechenden Strapazen zur Ausbildung

  auf sich. Sie selber dürfen gerne sich durchsieben und x-mal ausquetschen lassen

  in vielen Jahresprüfungen u so selber zum Mediziner werden und es dann besser

  machen (?) ... und danebst noch die auferlegten Regulierungen, die Tarife, die

  ethischen und rechtlichen Aspekte stets im Überlick halten.

- im übrigen aber heisst das für Sie als Patient:

-- für die Hals-Schmerzen gehen Sie zum Hals-Ohrenarzt

-- für die Augen-Entzündung zum Augenarzt

-- für den Rücken-Schmerz zum Rheumatologen

-- für den Brust-Schmerz zum Herz-Spezialisten

-- für den Bauch-Schmerz zum Magen-Darm-Spezialisten

-- für Probleme, bei denen Ihnen die obigen Schulmediziner nicht helfen, gehen Sie

   zum Heilpraktiker oder Therapeuten, der oftmals gute Resultate bringt.

 

   ===> wundert es Sie da noch, 

dass "wir" die Gesundheits-Kosten

nicht mehr bezahlen können?

===> ist Ihnen klar,

dass mit dem weiteren Ausbau der Spezial-Medizin

die Kosten vollkommen aus dem Ruder laufen?

===> ist Ihnen klar

dass  Sie  den ersten Schritt machen müssen,

um gesund zu bleiben, anstatt kopfarm

den Verschleiss zuzulassen durch eine

wenig überlegte Lebensweise ?

Als Konsument (bewusst gewähltes Wort)

haben  Sie  die Mitverantwortung, zu den Resourcen

im Gesundheitswesen und zu sich (!) Sorge zu tragen.

Das Positive an dieser Vorsorge:

wenn Sie in jüngeren Jahren zu Körper, Geist u Seele Sorge tragen,

haben Sie (meist) im Alter mehr Lebensqualität.

 

 

Gesundheit und Kosten im Griff haben  -  wo / wie ansetzen?

Ein einfacher unbequemer Rezept-Vorschlag.

 

1. Die Rolle des Patienten mehr berücksichtigen

    (wir sind alle bei Gelegenheit selber Patienten)

> viel mehr selber tun zur Erhaltung der eigenen Gesundheit:

       - grundsätzlich: Ernährung, Bewegung, Denken, sich freuen, sich aktiv fordern, das Positive im Leben höher werten als das Negative, loslassen lernen; sich übern,      zunehmend zufrieden, ausgeglichen, bescheiden, weise zu werden

       - speziell: Rauchen, Drogen meiden, Alkohol im Mass

> den Patienten viel mehr in die Selbst-Verantwortung einbinden:

       - wer sich leichtsinnig gefährdet, wird in irgendeiner Form stärker zur Kasse gebeten: er bezahlt mehr für die Aufwendungen oder erhält keine Luxus-Medizin

       - viele Patienten sparen an Prämien (nicht aber an Zigaretten, an kurzfristig und

kurzsichtig ausgerichtetem Oberflächen-Luxus, verlangen aber Spitzen-Bemühungen, um ihren oftmals selbstverschuldet (auch zT nichtwissend) zu Schrott gefahrenen Körper reparieren zu lassen

 > die Begehrlichkeit u Anspruchshaltung des Patienten relativieren, drosseln, ein    Zweiklassensystem akzeptieren lernen:

        - oftmals drängt der Patient zu früh auf ein teures MRI, dann soll er sich stärker   mitbeteiligen

        - das medizinische Angebot wird laufend grösser, also wird es benutzt.

        - Einige Patienten verängstigen sich ob ihren Symptome und glauben und vertrauen ihrem Arzt nicht mehr, dafür umsomehr dem Internet, wo die Informationsflut und die fehlende medizinische Erfahrung des Laien ihn verunsichern kann.

       - gemäss dem Motto: "wenn es um mich selber geht, spielen die Kosten (der  Allgemeinheit über die Krankenkasse) keine Rolle, aber ich wettere über die Gesundheitskosten"

       - viele Patienten sparen an Prämien (nicht aber an Zigaretten, an kurzfristig und

kurzsichtig ausgerichtetem Oberflächen-Luxus, verlangen aber Spitzen-Bemühungen, um ihren oftmals selbstverschuldet (auch nichtwissend) zu Schrott gefahrenen Körper reparieren zu lassen

       - Das Zweiklassen-System in der Medizin ist eine sozial verantwortbare Tatsache:

(Anmerkung: in der Schweiz wird ein Armer nicht abgewiesen, weil er arm ist, aber

er erhält nicht die teuerste Behandlung - damit kommt man ebenfalls weiter wie mit dem Kleinwagen anstatt der Luxus-Karrosse. Wer meint, das sei ungerecht, darf gerne Erfahrungen sammeln im rundum benachbarten Ausland (ohne Vorschuss keine Behandlung)

       - fordert der Patient eine unnötige, sofortige, luxuriöse Notfall-Behandlung, soll seine Selbst-Beteiligung deutlich höher sein u dadurch die Krk Kasse entlastet werden.

 

2. Der Arzt (speziell Grundversorger) soll günstige u griffige Medizin kennen u können. Das ist derzeit nicht durchgehend der Fall, es wird auch in erheblichem Teil nicht gelehrt in der Ausbildung.

        - Fakt: die Ärzte sind meist sehr gute Kenner der Krankheiten, aber sie haben meist keine grosse Ahnung von Gesundheit, konkret davon, worauf es ankommt, dass ich gesund bleibe und eben nicht erkranke (dh WIE was etc esse ich, BEWEGE ich, DENKE ich positiv, der DARM als Umschlag- und Marktplatz im Körper, die AUSSCHEIDUNG ("Entgiftung") im Körper (in der Schulmedizin redet man nur von Gift und Entgiftung nur/erst kurz bevor man gestorben ist, das Thema vorbeugende Entgiftung wird vorderhand belächelt).

Unsere Ärzte sind fast ausschliesslich als gute Reparateure tätig, ähnlich wie ein Sanitär-Installateur, der den verstopften Ablauf durchputzt und allenfalls verstopfte Leitungen ersetzt. Verstopfungen, die der Mensch/Patient völlig freiwillig über Jahre selber produziert hat. Die Versicherung bezahlt den jahrelangen Produktiions-Blödsinn - so ein Unsinn... Wie lange haben "wir" weiterhin Lust, solches Geschehen unreflektiert hinzunehmen? Parallel dazu wird auf der Polit-Bühne debattiert, wo und was man noch alles reglementieren und kürzen und amputieren kann und könnte, damit wir mit dem verbleibenden Geld im "Gesundheits"- beziehungsweise Krankheitswesen weiterhin die Reparaturkosten bezahlten wollen.

        - Die Ärzte sollen kostengünstige Grossmutter-Mitteli anwenden bei einfachen Entgleisungen und davon selber eine Ahnung haben. Ist meist nicht der Fall. Die "Grossmutter-Medizin" interessiert die Natur-Mediziner (Naturheilpraktiker, Therapeuten), sie wird in deren Ausbildung auch vermittelt. Bei den Ärzten so gut wie nicht: in über 6 Jahren Medizinstudium vereinzelte Stunden Ausbildung in Komplementär-Medizin.

        - jeder Arzt soll so (zum Beispiel) Neuraltherapie beherrschen. die schnelle, effiziente und kostengünstige Massnahme zur Schmerz-Behandlung und Funktions-Normalisierung, bei akuten Verletzungen und bei chronischen Krankheiten . Diese Behandlungs-Art mit der Spritze in der Hand passt exakt in das, was auch nur der Arzt machen darf, aber er sollte es tun... Das lernt er aber nicht im Staats-Studium, das muss er später während seiner Praxis-Tätigkeit in vielen Kursen nachholen und seiner Praxis fernbleiben.

        - Es gäbe noch viel zu diesem Thema zu sagen, Sie können selber darüber grübeln - und vor allem gescheite, griffige Konzepte vorlegen - und sie versuchen umzusetzen und zu verbreiten. Das ist dann Knochenarbeit und frisst Ihnen viel Freizeit weg ... wie auch bei mir...

 

Medikamenten-Preise in der Schweiz

Fakt:

Preisüberwacher und Gesundheitspolitiker haben wiederholt die in der Schweiz höheren Medi-Preise angeprangert. Sie stellen fest, dass die Preise in der Schweiz höher sind (als zB in Deutschland) und finden, sie sollten sinken.

 

Kommentar:

Meines Erachtens ist diese Art der Argumentation gefährlich und auch unsauber.

Die Medis sind (nicht mal alle) in (zB) Deutschland tiefer, die Löhne aber auch!

Man darf einzelne Segmente im Leben und in der Wirtschaft nicht aus dem Zusammenhang herausreissen.

Wenn man nur die tieferen Preise anschaut, dann muss man fairerweise auch die (zB in Deutschland) tieferen Löhne anschauen: Eine MPA (Arztgehilfin) verdient in der Schweiz Fr 4'000 Anfangslohn, in Deutschland Euro 1'900  (=ca Fr 2'100).

Zudem:

wenn wir um jeden Preis tiefere Medipreise in der Schweiz wollen und trotzdem höhere Löhne als in Deutschland, dann werden hart kalkulierende Schweizer-Arbeitgeber sich auch billigeres Personal besorgen: Personal aus dem Ausland anstellen oder im Ausland produzieren oder nicht mehr selber produzieren, sondern nur noch mit den produzierten Gütern handeln, das heisst: Personal entlassen. Schlussendlich bezahlen wir dann die Differenz über die Sozial-Einrichtungen.

Ist das wirklich schlau? Wollen wir das? Werden diese Aspekte in der täglichen Diskussion von Politikern beim Namen genannt?

 

2. Frühere Artikel von mir/uns

Pharma-Sponsoring - Blick-Artikel vom Fr 12.4.19

Der "Blick" berichtet heute über Sponsoring von Pharma-Firmen, auch an Ärzte.

Auf Anhieb kommt diese Info beim Laien so an, dass sich "die Aerzte" wieder mal um die Finger wickeln lassen u kassieren, womöglich noch auf dem Buckel der "armen Patienten.

Kurze Klarstellung:

> Die strenge Gesetzgebung in der CH hat vorgesorgt - siehe nächste Zeilen.

> Jeder "geldwerte Vorteil" den der Arzt erhält, muss weiter gegeben werden an den Patienten bzw die Kasse. Wer das als Leistungserbringer nicht tut, der wird sanktioniert mit Busse bis Gefängnis. Der Bund hat gutbezahlte Juristen angestellt, die dem nachgehen (diese Juristen verdienen vermutlich mehr als sparbewusste Hausärzte).

> Zudem: Firmen können in der Schweiz zum Glück immer noch dort investieren, wo es für sie Sinn macht. Soll eine Pharmafirma zB in den branchenfernen Töffhandel oder in brancheneigene Partner investieren? Die Antwort kann jedermann bereits schon mit gedrosselter Hirnleistung selber finden.

> Auch ich habe Beiträge von Pharma-Firmen erhalten - wofür?

als Anteil für Kurs-Fortbildungen, sehr kompetente Kommunikations-Seminare, das Geld zB von Novartis floss direkt an die Kurs-Veranstaltung. Kein Batzen davon ging bar über meine Hände. Und es wurden auch keine Ärzte geködert, das Medikamenten-Sortiment (Portfolio) der Firma wurde absolut nicht erwänt, erst recht nicht vorgeprescht. Dies entgegen abstrusen Biertisch-Gesprächs-Behauptungen oder von geäusserten linken Polit-Meinungen von lieben Mitmenschen, die meist selber keinen Deut zur Arbeitsplatz-Schöpfung beitragen, sondern Ende Monat bei oft lockerem Arbeits-Engagement dann aber sehr fokussiert auf ihre Lohnauszahlung warten.

> Und ich gebe den Vorteil schön brav weiter direkt an die Patienten: das Gelernte floss als Benefit an die Patienten ->der Pat darf von einem besser ausgebildeten Arzt profitieren - anrüchig?

Ich könnte ja einfach die Patienten im 5-Minuten-Takt durchschleusen, dadurch viel besser verdienen und mich einen Deut um das Patienten-Schicksal kümmern, das würde dann zu keinem Blick-Artikel führen und alles wäre wunderbar korrekt .. merken Sie? nicht alles was an die grosse Glocke gehängt wird (zB als Blick-Artikel), ist anrüchig. Manchmal ist anrüchig, was eben nicht an die grosse Glocke gehängt wird.

> Wie ist es denn mit Kostenvergünstigungen bei Krankenkassen-Prämien? (die Allgemeinheit zahlt an Einzelne, teils wirklich Arme, zT Bequeme): auch anrüchig? und mit gut bezahlten Aufspür-Spitzeln, die auch anständig arbeitende Menschen in Delikt-Verdacht bringen? und wie stehts mit den hohen Salären bei Krankenkassen-Kader-Funktionären? Und mit Investitionen von x-welchen Firmen in Mitarbeiter?

Käuflich sein:

> Sind Aerzte in der Mehrzahl käuflich, wenn sie ein Teil-Sponsoring für Fortbildungen mit aktivem Lernaufwand akzeptieren? ("Reisli" ins Ausland mit Saus u Braus ist Schnee von gestern). Nebenbei: wie ist es denn bei den Sportlern? bei den Nahrungsmittel-Verkäufern, etc etc?? "Vorteilsnahme" ist in der Wirtschaft nun mal ein treibender Faktor, wer mehr arbeitet, darf auch besser gestellt werden (aber nur wenn er auch wirklich sich mehr "abraggert" und Verantwortung zeigt). Umgekehrt: wer als Bürger in den Tag hineinlebt, nichts spart, im Alter dann von der Allgemeinheit unterstützt wird? Und wer spart und alles Ersparte abgeben darf, wenn er ins Altersheim kommt? Was ist denn hier anrüchig? Wer poltert bei diesen Themen besonders laut? Diejenigen die nichts sparen (eher links in der Politik)??? oder diejenigen,die ein Leben gespart haben und im Alter alles abgeben (eher rechts in der Politik)? Anrüchig? etwas faul daran?, wird das auch diskutiert?

Ist etwa so, wie im "unfehlbaren" Bundesgericht entschieden wurde: wer säuft und mit einem Auto-Unfall eine Person tötet wird milder bestraft als wer sich beherrscht und NICHT säuft - weil der Täter ja "ein armer ist". Die in ihren obersten Entscheiden oftmals modemässig linksorientierte Schweiz und Politik hat sich viele Jahre solchen Unsinn geleistet ohne auf das Empfinden der Bürger zu achten und die Bürger erzürnt und sie zur Politik-Verdrossenheit und -Abstinenz befördert.

> Sind  nicht eher Patienten, die nicht auf ihre Gesundheit achten und dann die Gesamtheit der Prämienzahler zur Zahlung ihrer selbstverschuldeten Schäden zur Kasse bitten, asozial und müssten geahndet werden? Werden sie aber nicht.

> Bei Bedarf bin ich für weitere Erklärungen bereit - aber nur zu Unzeiten (05-07Uhr oder abends spät auf Abruf...).

Denn zu Normalzeiten bin ich an Patienten tätig zu Tarmed-Discount-Preisen (punkto Gesamt-Stundenlohn), die tief unter dem liegen was Juristen erhalten oder... - alles verdächtig auf Anrüchigkeit??

> Das war ein guter umsatzträchtiger Schachzug von "Blick" ... der aber nur die halbe Wahrheit wiedergibt inklusive dem Kommentator bzw "Experten".

Übrigens:

> wenn zunehmend mehr auf den Ärzten herumgetreten wird (ich rede vorallem von engagierten Grund-Versorgern, nicht von Spezialärzten, die eine halben Million pro Jahr und mehr abrahmen) brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn auch die letzten idealistischen Grundversorger beginnen darauf zu schauen, dass nebst der strengen Arbeit die eigene Kasse zunehmend Gewicht bekommt gegenüber dem Patienten-Schicksal (ich rede von den nicht seltenen ketzerischen moralisierenden fordernden unangenehmen Patienten). Das ist dann die Quittung, die sich "der" Patient selber eingebrockt hat.

> Zudem lässt der jetzt schon grossenteils etablierte fortschreitende Leerlauf in der Medizin grüssen: wir sind nämlich schon grossenteils in der Staatsmedizin auf dem Holzweg (nicht nur in der Medizin). Denn: zunehmend ist der Formalismus wichtiger als der Inhalt [Anmerkung: finde ich verheerend !!! ] will heissen: das Befolgen von Weisungen, Vorschriften, Protokollieren, die juristische Absicherung ist wichtiger als die am Menschen erbrachte Leistung - oder mit andern Worten: der Leistungsbringer wird gewürgt, wenn er formal nicht spurt und bürokratisch liefert, er wird aber nicht gewürgt, wenn er sich nicht am Patienten engagiert. Unsinn? Urteilen Sie selber, werden Sie Politiker und machen Sie es besser (heisst aber: in der Freizeit Akten wälzen und kommunizieren, nix Kaminfeuer, nix loslassen und am Abend Gefühl von "nach mir die Sintflut"... )

Zuviel für Sie aufs Mal? könnte sein. Die Realität ist aber genau so. Prosit.

Freundlicher Gruss Dr. med. B. Unternährer